KILLING JOKES – 18. MAI BIS 31. Juli 2014

Plakat

 

Ein kalter Hauch aus Gotham City weht durch das Aventinum. Die Regensburger Künstlerin Franziska Schunke zeigt Werke rund um Batmans berüchtigtsten Gegenspieler: Den Joker.

 

Der 1988 erschienene Comic „Batman: The Killing Joke“ (dt. Batman: Lächeln, bitte!) von Alan Moore und Brian Bolland, ist heute die Bibel der Fans des dauergrinsenden Erzschurken. Er erzählt, wie der Joker zu dem wurde, was er ist: Der bösartigste Witzbold der Comic- und Filmgeschichte und der kongeniale Gegenentwurf zu Batman. Sowohl der Held als auch der Schurke hat seinen Ursprung in einem traumatischen Ereignis: Doch während sich Bruce Wayne nach der Ermordung seiner Eltern dafür entscheidet, für das Gute zu kämpfen, macht der Unfalltod seiner Familie Jack Napier zum irren Psychopathen, welcher der Welt beweisen möchte, dass der Glaube an das Gute im Menschen der blanke Wahnsinn ist.

 

Der Joker hebt sich von allen anderen Comic-Schurken ab. Erstens erschien er bereits im allerersten Batman-Heft auf der Bildfläche und zweitens entwickelte sich die Figur im Laufe von über 70 Jahren ständig weiter. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Joker weder ein tumber Gewaltverbrecher noch eine eindimensionale Personifizierung des ultimativen Bösen ist. Wie Mephisto ist er der Versucher, der Geist der stets verneint und der den Rechtschaffenen mit Worten oder Taten manipuliert, um ihn auf die Seite des Bösen zu ziehen. Sein geschminktes Gesicht ist – in bester Eulenspiegelmanier – eine Reflexion der vermeintlich zivilisierten, jedoch zur grotesken Maske erstarrten Gesellschaft, welchen den Keim des Bösen und den Wahnsinn zu jeder Zeit in sich birgt.

 

Franziska Schunke zeigt den Joker in Form verschiedenster Personifikationen, mal als Heath Ledger, mal als Jack Nickolson, immer auf der Suche nach dem Funken Wahnsinn in der Seele seines Protagonisten. Insofern fügen sich die gezeigten Arbeiten nahtlos in ihr bisheriges Werk ein, welches sich immer mit ambivalenten Persönlichkeiten auseinandersetzt. Sie malt Mörder, Selbstmörder, Verunglückte, Künstler, komplexer Film- und Comiccharaktere und bisweilen Politiker.

 

Franziska Schunkes Werke sind inspiriert von den bekannten Pop-Artisten Andy Warhol, Roy Lichtenstein sowie Michel Majerus. Allerdings setzt Schunke weder Schablonen, noch Siebdruck, sondern klassische Maltechniken, hauptsächlich Acryl auf Leinwand ein. Der zu sehende Malstrich gibt den Werken, trotz ihrer grafischen, stencilhaften Reduziertheit eine malerische Tiefe und hebt diese von Arbeiten anderen KünstlerInnen ab.

 

Die Vernissage findet am 18. Mai 2014 um 15 Uhr im Kulturzentrum Aventinum statt.

 

 

Kulturzentrum Aventinum

Osterriedergasse 6

93326 Abensberg

Tel:   09443 9103 73
Fax: 09443 9103 973

 

Mo – Fr: 08:00 bis 20:00 Uhr

 

 

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